Spannend, wenn die Werkauswahl mit den Künstler*innen verbunden ist und wenn sich die Faszination der Ausführenden mit den Werken auf das Publikum überträgt.
Valerie Fritz mutet ihrem Publikum etwas zu: „Ich möchte, dass es anders rausgeht, als es reingegangen ist“, sagt die experimentierfreudige junge österreichische Cellistin. Das macht sie zur perfekten Duopartnerin für den bosnischen Akkordeonisten Goran Stevanovich. Beide erforschen ihre Instrumente und die Musik auf vielfältige Weise, gerne gemeinsam! Mal sind es Auftragswerke zeitgenössischer Komponist*innen, mal neue Bearbeitungen bekannter Werke oder traditioneller Volkslieder aus Bosnien, mal – bei Valerie – die vielen Ausdrucksmöglichkeiten des Cellos von Darmsaiten bis Elektronik.
Es lohnt sich, sich auf die ungewöhnlichen Programme der beiden einzulassen. Denn Valerie und Goran begeistern ihr Publikum mit einer mitreißenden Energie und erweitern dabei den musikalischen Horizont. Ganz zu schweigen von ihrem hohen künstlerischen Niveau. Zeit, diese neue, unorthodoxe Künstlergeneration kennenzulernen!
Valerie Fritz war in der Saison 2025/26 „Rising Star“ der European Concert Hall Organisation (ECHO). Sie wurde nominiert von sechs der bedeutendsten Konzerthäuser in Europa: Elbphilharmonie Hamburg, Bozar Brussels, Casa da Música Porto, Konzerthaus Dortmund, Musikverein Wien und Kölner Philharmonie. Wenn das keine Empfehlung ist! Wir reihen uns gerne ein.
Einführung mit Volker Rendler-Bernhardt um 19:20 Uhr
Nadia Boulanger
(1887-1979
Sofia Gubaidulina
(1931–2025)
Béla Bartók
(1881-1945)
Justė Janulytė
(*1982)
Goran Stevanovich
(*1986)
CD-Tipp
Valerie Fritz, Nina Gurol
NEOS/BR Klassik 2025