Nach Prüfung aller Unterlagen hat das Amtsgericht Ulm Ulrike Albrecht als satzungsgemäß gewählte Vorstandsvorsitzende ins Vereinsregister eingetragen. Damit kann sie zeitnah eine Mitgliederversammlung einberufen und Neuwahlen des Vorstands auf den Weg bringen. Der Verein ist damit wieder handlungsfähig.
Amtsgericht Ulm gibt grünes Licht für Mitgliederversammlung
Im Zuge der Auseinandersetzungen mit dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Gerald Buß um ungeklärte Außenständen aus Sponsoringerlösen war der Verein zwischenzeitlich handlungsunfähig. Eine von über 70 Mitgliedern unterschriebene Aufforderung zur Einberufung einer Mitgliederversammlung hat nun dazu beigetragen, den für den Verein positiven Beschluss des Amtsgerichts herbeizuführen. Ulrike Albrecht ist nun im Vereinsregister als Vorstandsvorsitzende eingetragen und kann damit schnellstmöglich eine Mitgliederversammlung einberufen und Neuwahlen durchführen.
„Leider müssen wir noch etwas Geduld haben“, erklärt Ulrike Albrecht. „Unsere Satzung schreibt vor, dass die Einladung zur Mitgliederversammlung mindestens drei Wochen vorher im städtischen Amtsblatt GEPPO veröffentlicht werden muss. Da der GEPPO nach der Sommerpause erst wieder am 5. September erscheint, kann die Mitgliederversammlung erst Ende September stattfinden. Wir planen aktuell den 30. September.“
Die ehemaligen Vorstandsmitglieder des Kulturkreises sind „sehr erleichtert, dass es nun endlich wieder vorangehen kann. „Das ist umso wichtiger, weil unsere längst geplante neue Saison bereits am 20. September beginnt“, betont Volker Rendler-Bernhardt. Zum Auftakt sind die jungen Klassikstars Noa Wildschut (Violine), Pablo Barragán (Klarinette) und Amadeus Wiesensee (Klavier) zu Gast. „Dieses Konzert wird die Vitalität und Vielfalt der Kammermusik auf Weltklasse-Niveau zum Klingen bringen“, ist sich Rendler-Bernhardt sicher – „das, wofür der Kulturkreis seit fast 80 Jahren steht.“
Auch der Fahrplan für die weitere Aufarbeitung der Auseinandersetzung mit dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden steht damit fest. Nach der Wahl eines neuen Vorstandes soll zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung eingeladen werden. Dort sollen die Mitglieder– wie bereits im Mai vorgesehen – über eine Klage gegen Gerald Buß entscheiden. „Wir als ehemalige Vorstandsmitglieder sind – unabhängig davon, ob wir wiedergewählt werden oder nicht – zur vollständigen Aufklärung der Sache verpflichtet. Das Vereinsrecht lässt dafür keinen Spielraum und eine Entlastung der bisherigen Vorstände ist ohne vollständige Aufklärung auch nicht möglich“, erklärt Albrecht. „Eine verantwortliche Entscheidung über die Entlastung der bisherigen Vorstände ist aus unserer Sicht erst möglich, wenn diese Aufklärung abgeschlossen ist. Aber jetzt freuen wir uns zunächst einmal darauf, dass wir am 20. September in eine neue, vielversprechende Saison starten – und wir uns wieder dem zuwenden können, worum es beim Kulturkreis eigentlich geht: um die Musik. Auf Weltklasse-Niveau, gemeinsam erlebt, live hier in Göppingen.“