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Streichquartett macht Lust auf weitere Meisterkonzerte

Ulrich Kernen / 09.10.2017



Foto: GIACINTO CARLUCCI

Wer es nicht schon wusste, rieb sich verblüfft die Augen: Der Kulturkreis Göppingen stellte am vergangenen Freitag im Alten E-Werk in festlichem Rahmen die zehn Meisterkonzerte der Saison 2017/2018 vor: Angekündigt sind Auftritte von Künstlern der Weltspitze – und das zu Preisen, die so günstig sind, dass man zweimal hinschauen muss.

Ein spezielles Konzert für junge Leute soll außerdem die Schwelle zum Konzertsaal so niedrig wie möglich halten: Am 12. April zeigen vier junge Cellisten mit tollen Filmmusiken, dass Klassik verdammt viel Spaß machen kann.

Außerdem arbeitet der Kulturkreis neuerdings mit der Initiative „Rhapsody in School“ zusammen. Das bedeutet: Am Vormittag vor oder nach einem Konzert besuchen die Künstler Schulklassen. Die Konzertorganisatoren haben hervorragende Kontakte zur internationalen Musikszene und glühen für ihre Mission, in ihre Stadt Musiker von Weltruf zu holen.

Ulrike Albrecht, ausgebildete Musikwissenschaftlerin, und Volker Rendler-Bernhardt, einer der profundesten Musikkenner der Region, stellten das neue Programm vor. Es sei hier nur beispielhaft auf einige Highlights verwiesen.

Den Beginn macht am 6. November Mischa Maisky, der wohl berühmteste Cellist unserer Zeit. Die Zuhörer dürfen einen Ausnahmekünstler erleben, der jedes Konzert mit so viel Hingabe spielt, „als sei es sein letztes“. Zahlreiche Preisträger treten in den folgenden Konzerten auf, darunter das junge „Monet Bläserquintett“, in dessen farbiger Klangpalette man überall frische Spielfreude spürt. Das „Armida“ Streichquartett vertritt die Königsdisziplin unter den Kammermusikformationen. Den Abschluss macht „Singer Pur“, für die Wochenzeitung „Die Zeit“ „der beste Chor der Welt“, der berühmt ist für seine grenzenlose Entdeckungsfreude. Das breit gefächerte Angebot gipfelt in drei Orchesterkonzerten, die durch die Zusammenarbeit mit der Stadt Göppingen möglich wurden. Im Konzert der Philharmonie Lemberg haben drei preisgekrönte Pianisten die Gelegenheit, je ein Klavierkonzert von Ludwig van Beethoven zu spielen.

Der erste Vorsitzende Gerald Buß stellte dann im zweiten Teil das Streichquartett „Lady-Strings“ vor. Die hervorragenden Künstlerinnen verfolgen eine wundervolle Idee: Sie kombinieren Werke aus dem Bereich der E-Musik mit bekannten Titeln der U-Musik und mischen sie auch immer wieder wie selbstverständlich und mit gespieltem Ernst. Den Höhepunkt markierte „eine kleine Lachmusik“ – frei nach Mozart. Das war musikalischer Humor vom Feinsten.

Die Künstlerinnen erreichten ihr Ziel: einen gelungenen Saisonauftakt, der Lust auf mehr machte.

Quelle: Streichquartett macht Lust auf weitere Meisterkonzerte


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